Von Sämlingen zu marktreifen Selektionen
Der Peony Showgarden Holland basiert auf einem klaren Prinzip: Starke Genetik muss sich in der Praxis bewähren, bevor sie auf dem Markt Beachtung findet.
Der Showgarden spiegelt einen aktiven Prozess der Selektion, des Vergleichs und der Entwicklung wider. Neben etablierten Sorten präsentiert der Showgarden neue Sämlinge, fortgeschrittene Selektionen und Material, das sich allmählich der professionellen Produktion nähert.
Dies macht den Showgarden zu mehr als einem Ort, an dem man Blumen bewundern kann. Es ist ein Ort, um zu sehen, wie sich die Genetik in der Praxis bewährt: im Boden, in der Pflanze und in der Blüte. Einige Pflanzen befinden sich noch in der Bewertung. Andere haben sich bereits ausreichend bewährt, um in die kommerzielle Entwicklung oder den internationalen Vertrieb überzugehen.
Wie die Selektion Gestalt annimmt
Hinter dem Showgarden steht ein langfristiges Züchtungsprogramm, das auf einem einfachen Prinzip basiert: Starke Genetik muss sich in der Praxis bewähren, bevor sie einen Platz auf dem Markt erobert.
Jedes Jahr durchlaufen Tausende von Sämlingen verschiedene Bewertungsphasen. Einer der ersten wichtigen Selektionsmomente findet im zweiten Wachstumsjahr statt, wenn rund 5.000 Jungpflanzen in die Gewächshausbewertung gelangen. Von diesem Zeitpunkt an wird die Selektion immer strenger.
Selektionskriterien
- Natürliche Pflanzenstärke und ausgewogenes Wachstum
- Stielqualität und -stabilität, mit Präferenz für Pflanzen, die keine Unterstützung benötigen
- Gesundheit und Widerstandsfähigkeit unter praktischen Anbaubedingungen
- Blüteneigenschaften, die für professionelle Märkte relevant sind
- Einzigartigkeit und langfristiges Potenzial
Nur ein kleiner Prozentsatz gelangt in die fortgeschrittene Selektion.
Von Sämlingen zu fortgeschrittenen Linien
Die im Peony Showgarden Holland gezeigten Pflanzen repräsentieren verschiedene Entwicklungsstadien. Einige sind frühe Selektionen, andere sind fortgeschrittene Linien, die sich bereits der professionellen Produktion nähern. Wieder andere Sorten sind bereits im internationalen Vertrieb. Dies macht den Showgarden besonders wertvoll für Fachbesucher. Er bietet eine seltene Gelegenheit, Material im Hinblick auf die tatsächliche Feldleistung, das Blühverhalten und die Marktanwendung zu vergleichen und zu bewerten.
Verschiedene Wege zu stärkerer Genetik
Die Züchtungsarbeit hinter dem Schaugarten kombiniert zwei komplementäre Ansätze:
- Offene Bestäubung wird genutzt, um Vielfalt zu erforschen und unerwartete Stärken aufzudecken.
- Kontrollierte Kreuzungen werden eingesetzt, um gezielter auf spezifische Merkmale und Kombinationen hinzuarbeiten.
Zusammen schaffen diese beiden Wege sowohl Freiheit als auch Richtung innerhalb eines praktischen Züchtungsprogramms: breit genug, um etwas Besonderes zu entdecken, fokussiert genug, um weiterhin stärkere und nützlichere Selektionen aufzubauen.
Für die lange Frist gebaut
Der Schaugarten wächst weiter, mit Sorten und Selektionen, die von unserem Züchternetzwerk geliefert werden. Das Programm entwickelt sich zu einer umfassender dokumentierten und international anerkannten Züchtungsplattform. Die formelle Sortenregistrierung bei der American Peony Society (APS) ist Teil dieser nächsten Phase, zusammen mit der weiteren Entwicklung von Aufzeichnungen, Dokumentation und strukturierten Sorteninformationen.
Der Pfingstrosen-Schaugarten Holland bietet Einblick in diesen Prozess. Was Besucher sehen, ist ein lebendiges Programm, das durch Beobachtung, Vergleich, Selektion und jahrelange praktische Felderfahrung geprägt ist.
Wachstum & Blüteneigenschaften vergleichen


In einer einzigen Feldumgebung können Sorten und Neueinführungen über die gesamte Blühsaison hinweg beobachtet werden. Frühe, mittlere und spätere Typen zeigen sich nicht als abstrakte Bezeichnungen, sondern als sichtbare Zeitunterschiede in der Praxis. Und das ist für die Planung, Nachfolge und kommerzielle Ausrichtung hochrelevant. Das Foto unseres Schaugartens wurde im April 2026 aufgenommen.

Der Schaugarten ermöglicht es Besuchern, zu vergleichen, wie sich Sorten in Duft, Blütenform, Fülle, Farbcharakter und visueller Wirkung unterscheiden. Einfache, halbgefüllte und gefüllte Formen sowie subtile Unterschiede in Ton und Präsentation werden viel leichter verständlich, wenn sie nebeneinander unter gleichen Bedingungen betrachtet werden. Links die ‚Bowl of Cream‘ und rechts die ‚Coral Charm‘.


Nicht alle Unterschiede finden sich allein in der Blüte. Höhe, Struktur, Wuchsform und Laub tragen alle dazu bei, wie eine Sorte im Feld performt und sich präsentiert. Diese Eigenschaften sind oft persönlich leichter zu beurteilen als auf Fotos, besonders wenn mehrere Sorten in derselben Umgebung verglichen werden können. Das Foto links zeigt die Pfingstrosenpflanze ‚Lux et Veritas‘ und rechts die ‚2 Tone Beauty‘.

Einige Sorten legen sofort unterschiedliche Anwendungen auf dem Markt nahe. Bestimmte Typen zeigen ein klares Potenzial als Schnittblumen, während andere eher für den Garten, die Landschaftsgestaltung oder die Topfpräsentation geeignet sind. Der Schaugarten reduziert Sorten nicht auf feste Kategorien, aber er hilft Fachleuten, diese Unterschiede auf den ersten Blick zu erkennen. Das Foto zeigt die Knospe der Pfingstrose ‚Early Sensation‘.


Staudenpfingstrosen, Itoh-Hybriden und andere Pfingstrosentypen können auch im Feld klarer verstanden werden. Ihre Unterschiede sind nicht nur botanischer, sondern auch praktischer und visueller Natur – von Struktur und Blühverhalten bis hin zum gesamten Markteindruck. Die Fotos zeigen drei ikonische Pfingstrosentypen: die Lactiflora-Pfingstrose ‚Sarah Bernhardt‘ links, die krautige Hybrid-Pfingstrose ‚Red Charm‘ rechts und die Itoh-Pfingstrose ‚Bartzella‘ unten.

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In einer einzigen Feldumgebung können Sorten und Neueinführungen über die gesamte Blühsaison hinweg beobachtet werden. Frühe, mittlere und spätere Typen zeigen sich nicht als abstrakte Bezeichnungen, sondern als sichtbare Zeitunterschiede in der Praxis. Und das ist für die Planung, Nachfolge und kommerzielle Ausrichtung hochrelevant. Das Foto unseres Schaugartens wurde im April 2026 aufgenommen.
Der Schaugarten ermöglicht es Besuchern, zu vergleichen, wie sich Sorten in Duft, Blütenform, Fülle, Farbcharakter und visueller Wirkung unterscheiden. Einfache, halbgefüllte und gefüllte Formen sowie subtile Unterschiede in Ton und Präsentation werden viel leichter verständlich, wenn sie nebeneinander unter gleichen Bedingungen betrachtet werden. Oben die ‚Bowl of Cream‘ und unten die ‚Coral Charm‘. 

Nicht alle Unterschiede finden sich allein in der Blüte. Höhe, Struktur, Wuchsform und Laub tragen alle dazu bei, wie eine Sorte im Feld performt und sich präsentiert. Diese Eigenschaften sind oft persönlich leichter zu beurteilen als auf Fotos, besonders wenn mehrere Sorten in derselben Umgebung verglichen werden können. Das Foto oben zeigt die Pfingstrosenpflanze ‚Lux et Veritas‘ und unten die ‚2 Tone Beauty‘. 

Einige Sorten legen sofort unterschiedliche Anwendungen auf dem Markt nahe. Bestimmte Typen zeigen ein klares Potenzial als Schnittblumen, während andere eher für den Garten, die Landschaftsgestaltung oder die Topfpräsentation geeignet sind. Der Schaugarten reduziert Sorten nicht auf feste Kategorien, aber er hilft Fachleuten, diese Unterschiede auf den ersten Blick zu erkennen. Das Foto zeigt die Knospe der Pfingstrose ‚Early Sensation‘.

Staudenpfingstrosen, Itoh-Hybriden und andere Pfingstrosentypen können auch im Feld klarer verstanden werden. Ihre Unterschiede sind nicht nur botanischer, sondern auch praktischer und visueller Natur – von Struktur und Blühverhalten bis hin zum gesamten Markteindruck.

Die Fotos zeigen drei ikonische Pfingstrosentypen: die Lactiflora-Pfingstrose ‚Sarah Bernhardt‘ oben, die krautige Hybrid-Pfingstrose ‚Red Charm‘ in der Mitte und die Itoh-Pfingstrose ‚Bartzella‘ unten.



